Gemeinsam genutzt: Bereitstellung von (zu groß gewordenem) Wohnraum

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Kurze Beschreibung des Werkzeugs

Menschen, die (oft alleine) in großen Wohnungen oder Häusern leben, stellen Teile ihres Wohnraums für Multilokale zur Verfügung. Die Bewohnerinnen und Bewohner auf Zeit zahlen verringerte Mieten und unterstützen die Vermieterinnen und Vermieter bei Bedarf in Haushalt und Garten. Hierbei wird es eher um die Vermietung von Zimmern gehen, weniger um die Vermietung abgeschlossener Wohnungen. Bestehende Gebäude werden dadurch weiter genutzt und eine Außenverdichtung verhindert. Kann für Multilokale mit geringem Einkommen (z. B. Studierende) interessant sein. Die öffentliche Hand bietet Vermittlungs- und Beratungsleistungen an, auch Unternehmen können eingebunden werden und Informationen über das Angebot ihren multilokalen Arbeitskräften zur Verfügung stellen (siehe auch Projektidee U 001).

Mögliche Wege der Umsetzung

  • Bewerben dieses „Modells“ in den Kommunen, Kontaktaufnahme mit älteren Menschen, die Interesse haben.
  • Beratung und Unterstützung bei der Prüfung, ob der Wohnraum geeignet ist, welche Umbaumaßnahmen ggf. erforderlich sind und wie ggf. die Miete angesetzt werden kann
  • Vermittlung zwischen Vermieterinnen und Vermietern und Wohnraum-Suchenden. Gewähr einer gewissen „Sicherheit“ durch die Einrichtung einer vermittelnden Stelle – z. B. bei der Kommune oder bei der Universität (vgl. Instrument W005)

Zu erwartende Effekte für die Kommunen / die Region

Durch die Schaffung weiteren Wohnraums finden Incomings schneller eine Unterkunft. Außerdem wird der Wohnungsmarkt diversifiziert und entspannter. Bewohnerinnen und Bewohner profitieren durch den Kontakt, die Mieteinnahmen und die alltagspraktische Unterstützung. Von den Kommunen kann eine Förderung des Umbaus zu Wohnraum, der wohngemeinschaftstauglich ist, eingerichtet werden. Diese Maßnahme bietet auch eine gute Möglichkeit für junge Menschen, günstig zu wohnen.

Strategie: Attraktive Lebensbedingungen für Multilokale schaffen

Zielgruppe: Incomings

Räumliche Ebene: lokaler Standort, kommunal

Projektart: baulich-räumlich, organisatorisch, beratend/vermittelnd

Handlungsfeld: Wohnen

Mögliche Projektträgerinnen und Projektträger: Kommunen

Mögliche Projektpartnerinnen und Projektpartner: Unternehmen, Lokale Bevölkerung, Hochschulen/Universitäten, Multilokale, Maklerinnen und Markler